Augen auf beim Druckerkauf: Multifunktionsdrucker

Augen auf beim Druckerkauf: Multifunktionsdrucker

Der Markt an Multifunktionsdruckern ist gerade für den Laien unübersichtlich geworden, viele Varianten und Ausführungen verstellen oftmals den Blick aufs Wesentliche. Dabei gibt es einige Aspekte, die bei einer Kaufentscheidung zu berücksichtigen sind, um das Optimale für sich zu einem bestmöglichen Preis herauszuholen. Ob Tintenstrahl- oder Laser-Multifunktionsdrucker – letztlich geht es allein darum, welche Druckgewohnheiten der Kaufinteressent hat. Hat der Betreffende diesbezüglich klare Vorstellungen, fällt es ihm erheblich leichter, sich im Angebotsdschungel zurecht zu finden. Worauf kommt es beim Kauf eines Multifunktionsdruckers an, was ist in jedem Fall zu berücksichtigen?

Wahre Alleskönner

Entweder in Form eines Tintenstrahl- oder Laserdruckers kommen die klassischen Allrounder als Drucker, Scanner, Kopierer und bisweilen sogar Fax in einem Gerät daher. Ob ausschließlich schwarzweiß oder in Farbe: Nahezu unschlagbar erscheinen sie, wenn es darum geht, Stromkosten zu sparen. Denn als Konvolut verschiedener Funktionen gestaltet sich nicht nur der Endpreis niedriger als die Summe der Preise der verschiedenen Einzelgeräte.

Auch macht sich in punkto Wirtschaftlichkeit das Multitasking bezahlt. Denn statt vieler stromfressender Einzelmodule gibt es beim Multifunktionsdrucker quasi alles unter einem Gehäuse mit einem Stromverbrauch. Zusätzlich verfügen viele Modelle über Energiesparmodus und lassen sich nach dem Betätigen des Ausschalters komplett vom Netz trennen.

Als kompakte Einheiten beanspruchen sie vergleichsweise wenig (Büro-)Platz, Kabelaufkommen und Installationsaufwand halten sich ebenfalls in Grenzen. Im Büroalltag nahezu unverzichtbar geworden, können viele Arbeitsabläufe technisch nahezu in einem Arbeitsgang und damit effizienter verrichtet werden.

Online-Handel boomt

Drucker online kaufen | © panthermedia.net / wabeno

Drucker online kaufen | © panthermedia.net / wabeno

Weniger die Geräte selbst, vielmehr diverse Drucker-Zubehörartikel wie Toner und Kartuschen sind das große Geschäft der Gerätehersteller und -vertreiber.

Das lukrative Geschäft hat gerade in Zeiten von Internet und Online-Handel eine Fülle an Online-Händlern auf den Plan gerufen, die ihre Produkte weltweit vertreiben. Zu den gängigsten Druckerherstellern zählen Canon, Brother, HP, Epson, Lexmark und Ricoh.

Heutzutage wird auch per WLAN und mit Hilfe von Apps oder AirPrint per Smartphone gedruckt. Moderne Drucker, die in ein Netzwerk eingebunden und über WLAN, Bluetooth, Ethernet oder AirPrint bedient werden können, beherrschen zunehmend die Szenerie und bescheren dem Online-Handel steigende Umsätze.

Dabei haben sich in den letzten vier Jahren gerade Multifunktionsdrucker durchgesetzt. Während es im Jahr 2013 in der deutschsprachigen Bevölkerung noch 20,25 Millionen Personen gab, in deren Haushalt ein Multifunktionsgerät stand, waren es 2015 bereits 25,6. Und E-Commerce im Allgemeinen hat kräftig zugelegt. So stieg allein der Umsatz im B2C-Geschäft in Deutschland in den Jahren 2013 bis 2015 von 34,7 auf 39,8 Milliarden Euro an.

 

So steht einer der größten Online-Händler Europas im Printbereich dabei exemplarisch für einen Trend hin zu mehr Markkonzentration im E-Commerce-Sektor. Nach eigenen Angaben beschäftigt das seit zwölf Jahren tätige Handelsunternehmen Prindo über 100 Mitarbeiter mit einem Kundenstamm von rund 1,2 Millionen.

Das zur Verfügung stehende Online-Kauf-Tool eines sogenannten „Steuerungscockpits“ soll dabei maßgeblich zur Vereinfachung und Transparenz der Kaufabwicklung beitragen: Über ein Konfigurations-Suchformular können Drucker ausgewählt und dabei nur die speziellen Geräte angezeigt werden, die jeweils zu dem gewählten Artikel passen. Drucker können beliebig hinzugefügt, gelöscht oder auch umbenannt werden.

Hinzu kommen Hintergrundinformationen, die zusätzlich angeboten werden, um dem Nutzer wichtige Information für eine Kaufentscheidung an die Hand zu geben. Im Fokus steht dabei die oft gestellte Grundsatzfrage, ob für den jeweiligen Einsatzzweck eine Laser- oder Tintenstrahl-Ausführung des Multifunktionsgeräts favorisiert werden soll.

Zwei Prinzipien mit unterschiedlichen Stärken

Laser- oder Tintenstrahldrucker? | © panthermedia.net / edu1971

Laser- oder Tintenstrahldrucker? | © panthermedia.net / edu1971

Während beim Laserdrucker eine unterschiedlich geladene Walze den Toner im sogenannten Xerox-Verfahren aufs Papier überträgt, wird beim Tintenstrahl-Drucker die Farbtinte tröpfchenweise aufs Papier aufgetragen.

Laserdrucker können bei Textseiten eher punkten, bei Fotos schneiden Tintenstrahler in punkto Bildqualität wesentlich besser ab, was besonders beim Bedrucken von Hochglanz-Papieren, Folien und Textilien zum Ausdruck kommt.

Dagegen drucken Laserdrucker nicht nur schneller, sondern haben in punkto Wirtschaftlichkeit durch geringeren Toner-Verbrauch die Nase vorne. Tintenstrahldrucker benötigen dagegen nicht nur den Betriebsstoff Tinte für den Ausdruck selbst, sondern zusätzlich auch zur turnusmäßigen Reinigung der Spritzdüsen, was sich in einem deutlichen Mehrverbrauch niederschlägt. Daher besteht auch die Gefahr, dass die Tintenstrahldüsen verstopfen und eintrocknen, wenn sie längere Zeit nicht mehr in Gebrauch waren.

Tintendrucker werden meist als Kombigeräte mit Scanner, Kopierer und teils noch mit Fax angeboten. Bei Lasern nimmt dieser Trend ebenfalls zu.

Patronen fuer Tintenstrahldrucker | © panthermedia.net / megastocker

Patronen fuer Tintenstrahldrucker | © panthermedia.net / megastocker

Tintenstrahldrucker lohnen sich besonders, wenn höhere Druckqualität und geringerer Anschaffungspreis eine größere Rolle spielt und das Gerät stärker und regelmäßiger ausgelastet ist.

Dagegen liegen die Vorteile bei Laserdruckern in relativ geringem Wartungsaufwand und längeren Pflegeintervallen. So reichen selbst kleine Tonerkartuschen im Gegensatz zu Tintenpatronen für Tausend Seiten, große sogar für 10.000 -20.000 Seiten und mehr. Sie müssen deswegen nicht so oft gewechselt werden. Außerdem ist der Druckvorgang schneller.

Zudem gibt es Laserdrucker auch als reine Monochromdrucker, deren Betriebskosten sich deutlich günstiger pro gedruckter Seite gestalten, da sie nur über eine schwarze Kartusche verfügen. Und: Schneller gedruckt werden kann mit Laserdruckern auch.

Ökologisch unbedenklicher dagegen sind eindeutig Tintenstrahldrucker, da nicht nur der Stromverbrauch, sondern auch die Feinstaubbelastung geringer ausfällt. Auch sind die Geräte platzsparender als die vergleichsweise schwereren und größeren Laserdrucker, die ein großzügiges (Büro-)Platzangebot beanspruchen. Ein weiteres eventuell entscheidendes Plus bei der Kaufentscheidung: Tintenpatronen sind günstiger in der Anschaffung als Toner-Kartuschen